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Łukasz Dmowski OH

Bruder
Polen

Seit neun Jahren gehöre ich dem Orden der Barmherzigen Brüder an. Ich war bereits Arzt, als ich in den Orden eintrat, und wollte meine Fachkenntnisse als Ordensbruder bestmöglich in den Dienst der Kranken stellen.

 

Während meines Postulantats wurde mir bewusst, dass einige meiner Motivationen und Empfindungen hinsichtlich des Ordenslebens nicht wirklich authentisch waren. Ich habe erkannt, dass mir niemand ein „fertiges Rezept“ geben kann, wie man sich in bestimmten Situationen im Umgang mit Personen, die Hilfe brauchen, verhalten soll.

 

Manchmal fehlt ein konkretes Beispiel, dem man folgen kann, und die Hürden, über die ich auf meinem geistlichen Weg „stolpere“, sind keine Berge, sondern eher Sandkörner, also die kleinen Dinge im Leben. Doch das Überwinden dieser kleinen Schwierigkeiten lehrt mich Beständigkeit und ermöglicht mir ein schrittweises Dazulernen.

 

„Brüder, tut Gutes!“, sagte einst Johannes von Gott. Ist diese einfache Empfehlung nicht eine großartige Inspirationsquelle? Kann man im Leben denn überhaupt etwas Anderes tun?

 

Wie wird man dem Menschen ein Bruder? Wie kann man, gemäß unseren Statuten, „weinen mit den Weinenden und lachen mit den Lachenden“?

Auch wenn ich schon fast zwei Jahre lang ein Ausbilder bin, muss ich diesbezüglich noch viel dazulernen. Aber ich weiß auch, dass das nur möglich ist, wenn man offen ist für Gott.

 

Das Leben als Ordensbruder ist ein Abenteuer: Wie ein Abraham geht man auf das Unbekannte zu! Im Ordensleben gibt es unerwartete Ereignisse und Überraschungen. Aber vor allem handelt es sich um ein Abenteuer, das man gemeinsam mit einem guten Freund erlebt – einem Freund, den man nie voll und ganz erfassen wird können! Und diese Freundschaft offenbart sich in der Begegnung mit dem Nächsten.

 

Das Ordensleben wird als „weltfremd“ erachtet, doch gerade in diesem Leben habe ich Freunde gefunden und lerne viele Menschen kennen, da die Berufung eines Barmherzigen Bruders ein Aufruf zur BEGEGNUNG ist, zur Begegnung vor allem mit den Kranken. Doch wer von uns ist schon ein rundum gesunder Mensch?!

Taborstraße 16
1020 Wien
365 Zeugnisse
Der gelebten Gastfreundschaft

ÖSTERREICHISCHE ORDENSPROVINZ

des Hospitalordens des
heiligen Johannes von Gott

"Barmherzige Brüder"

Taborstraße 16

1020 Wien

 

Tel.: 0043 1 21121 1100

Fax: 0043 1 21121 1120

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